Nachhaltigkeit und Entwicklungshilfe

«Die drei Jahre meiner lange Reise um den Globus haben mir eines bestätigt: Hilfe zur Bewältigung der aktuellen Umweltkrise in den Ozeanen tut Not. Und zwar drastisch! Ich habe keine einzige unbewohnte Insel besucht, auf der wir nicht innerhalb einer knappen Stunde mindestens 60 Liter Plastikmüll gesammelt hätten. Schwer zu ertragen war auch die Ohnmacht der lokalen Bevölkerung keine nachhaltige Lösung zu haben, um mit dem über Jahre hinweg angespülten Müll umgehen zu können.»

Es gibt zum Glück mittlerweile weltweit grosse Anstrengungen Lösungen anzubieten und endlich aufzuräumen. Der einzige natürliche Filter im weiten Ozean, die kleinen Inseln, gehen dabei aber vergessen. Wir, die Hauptroduzent*Innen von Kunstoff, von dem die Inselbewohner*Innen unverschuldet überflutet werden, sind verpflichtet, zu helfen.

Die Zukunft von G-Cubes liegt deshalb neben der Erweiterung der Schulevents in der Entwicklungshilfe. G-Cubes will Lösungen und Werkzeuge anbieten um so der Bevölkerung der «verlorenen» Inseln die Möglichkeit zu bieten, ein eigenständiges Müllmanagement zu entwickeln und zu betreiben.

Patenschaften 

G-Cubes sucht Paten für kleine Inseln, an denen bereits Aktionen durchgeführt wurden, insbesondere an Schulen. Eine Patenschaft ermöglicht es kleinen Gruppen, Einzelpersonen oder Vereinen in spezifische Archipele zu investieren und so den Anstoss zu geben, dass die lokale Bevölkerung in der Müllbeseitigung selbstständig aktiv werden kann. Die Patenschaften sind als einmalige Anstossfinanzierung gedacht. 

Geplant: Green Visa

Auf der Müllinsel Tilafushi, vor der Hauptstadt Malé landen bis zu 400 Tonnen Müll täglich. Kunststoffe werden zum grössten Teil ungefiltert verbrannt. Das Archipel der Malediven umfasst 1196 Inseln, von denen 220 von Einheimischen bewohnt und weitere 144 für touristische Zwecke genutzt werden. Die Malediven wurden vor Corona von mehr als einer Million Tourist*Innen pro Jahr besucht. Es besteht keine Visumpflicht.

Das Grundkonzept von GREEN VISA verbindet das Thema Müll und die lnselbewohner*Innen mit den Ressorts und den Tourist*Innen. Diese sollen die lokale Bevölkerung für die Entsorgung des Kunststoffmülls finanziell entschädigen. Die Einheimischen produzieren G-Cubes, die Besucher*Innen werden angehalten, anstatt des nicht obligatorischen Visums einen G-Cubes zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen. So wird den Tourist*Innen die Möglichkeit gegeben, aktiv an der Müllentsorgung teilzunehmen. Für die einheimische Bevölkerung generiert GREEN VISA Arbeit und Einkommen.

G-Cubes will vor Ort 660 Pressen produzieren und diese auf die 220 bewohnten Inseln verteilen. Fünf Mitarbeitende von G-Cubes werden während 4 Monaten die Schulen und die lokale Bevölkerung in die Produktion G-Cubes einführen und für die Durchführung von Schulevents ausbilden. Diese Phase sichert die Nachhaltigkeit von GREEN VISA. 

Der Verkauf der G-Cubes erfolgt in den Ressorts und Gästehäusern. Die gefertigten G-Cubes werden in den Rezeptionen ausgestellt. Vor der Heimreise werden die Gäste angehalten ihren Lieblingswürfel auszusuchen und für 20 $ zu kaufen. 

G-Cubes-Mitarbeiter Philip Trachsel mit dem befreundeten Produzenten neuer Kompressoren in Huhu Male, Malediven.

Geplant: San Blas Islands

Die San Blas Islands, nahe der Urwald-Küste Panamas, sind ein Musterbeispiel für die Situation der maritimen Palstikverschmutzung. Die Inselbewohner*innen, die Kuna Indianer, produzieren fast keinen Abfall, dennoch sind ihre Strände von Plastikmüll überschwemmt. Durch die Lage des Archipels und die vorherrschenden Wind - und Strömungsbedingungen wird ein Grossteil der Abfälle, welche über die Flüsse in den Küstenstädten Kolumbiens ins Meer gelangen, an den Stränden der San Blas Islands angespült. In Santa Marta, Barranquilla und Cartagena bestehen Anstrengungen den Weg des Plastiks ins Meer zu unterbinden. Das wäre für die Kunas ein Segen. Dennoch muss bei ihnen aufgeräumt werden.

G-Cubes möchte in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ein autonomes Müllmanagement aufbauen. Bis Ende 2023 sollen die San Blas Islands nahezu plastikfrei und ein nachhaltiger Plan für ein unabhängiges Müllmanagement umgesetzt sein.

Realisierung durch Büro Cartagena:

  • Ausbau der bestehenden Kontakte und Planung (bis Ende 2022).

  • Produktion von Pressen und Einführung in die Schulprojekte. Beginn der Produktion von G-Cubes (Januar – Juni 2022).

  • Organisation zur Entsorgung des gesammelten Mülls, der nicht zu G-Cubes verarbeitet wird
    (Abtransport, Zuführung zur Wiederverwertung oder fachgerechten Entsorgung) (bis Ende 2023).


Mehr zu den Aktivitäten von G-Cubes Cartagena

Adresse

Verein G-Cubes
c/o Roman Sterchi
Rathausplatz 3
CH–3011 Bern

Kontakt

Harald Reichenbach
Chairman & Founder
h.reichenbach@g-cubes.com

Roman Sterchi
Communication
roman@eletto.ch
+41 79 838 22 83

Spendenkonto

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